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September 2011

01/09/11


Anfangs September nimmt die SBB in der Zentralschweiz den ersten modernen Regionalverkehrszug vom Typ Domino 4 in Betrieb. Die vierteiligen Kompositionen sind für die S- Bahnen Luzern zwischen Sursee LU und Olten SO im Einsatz.


Die Dominos sind ehemalige Nahverkehrspendelzüge (NPZ), welche die SBB- Industriewerke Yverdon und Olten umfassend erneuern. In Yverdon werden 120 Triebwagen und in Olten 120 Steuerwagen modernisiert. Einzig die Zwischenwagen werden mit neuen Wagen der Firma Bombardier ausgetauscht.


Die ersten Dominos kamen im Frühling 2009 im Wallis zum Einsatz. Seither verkehren sie unter anderem in den Kantonen Waadt, Neuenburg und Freiburg, im Berner Jura sowie zwischen Zürich und dem Glarnerland.



04/09/11


Die Stadt Zürich setzt künftig konsequent auf den öffentlichen, den Velo- und den Fussverkehr. 31'493 Stimmberechtigte sagten Ja zur Initiative des Vereins "UmverkehR", 28'624 legten ein Nein in die Urne. Damit muss die Stadt Zürich den prozentualen Anteil des öV, des Fuss- und Veloverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen innerhalb von zehn Jahren um mindestens zehn Prozentpunkte steigern.


Für den Stadtrat ist diese Forderung "völlig unrealistisch". Er hatte deshalb einen Gegenvorschlag zur Initiative präsentiert. Dieser verlangte, dass die Stadt öV, Fuss- und Veloverkehr bevorzugt behandelt und dem öffentlichen Raum besonders Sorge trägt. Auch der Gegenvorschlag wurde angenommen und zwar mit 64,3 Prozent Ja-Stimmen sogar deutlicher als die Initiative. In der Stichfrage entschieden sich die Stimmberechtigten aber mit 50,6 Prozent knapp für die Initiative.



05/09/11


Bequemere Einstiege, mehr Platz, komfortableres Klima: Bei der Zürcher S-Bahn ist ein neues Doppelstöcker-Zeitalter eingeläutet worden. Der neue Regio-Dosto ergänzt ab Dezember die Zürcher S-Bahn-Flotte.


Niederflurige Einstiege erleichtern gehbehinderten Personen und Fahrgästen mit schwerem Gepäck, Kinderwagen oder Velos den Zugang. Für die sperrigen Gegenstände gibt es Abstellflächen, die Eingangsbereiche sind grosszügiger.


Im Wageninneren erhöhen der breitere Mittelgang und mehr Beinfreiheit an den Fensterplätzen den Sitzkomfort. Dafür wurde auf die Abfallkübel unter den Fenstern verzichtet. Abfälle können aber nach wie vor in den Eimern bei den Ausgängen entsorgt werden. Und nicht zuletzt haben die Konstrukteure an einen Wickeltisch in der Toilette gedacht.


Gebaut werden die neuen Kompositionen von der Stadler Rail AG. SBB und ZVV investieren knapp 600 Millionen Franken in die 29 Kompositionen. Rollen erst einmal alle Züge der jüngsten Generation, so werden insgesamt mehr als 200 S-Bahn-Doppelstöcker im Einsatz sein.



05/09/11


Nach rund anderthalb Jahren Bauzeit ist am Montag an der Berner Bolligenstrasse das neue, fast 100 Millionnen Franken teure Tramdepot von BERNMOBIL eröffnet worden. Das rund zwei Fussballfelder grosse Gebäude bietet Platz für 28 Trams von 42 Metern Länge.


Berns städtische Verkehrsbetriebe schaffen mit dem neuen Tramdepot einerseits den nötigen Platz für die zusätzlichen Trams, die seit Dezember des vergangenen Jahres nach Bern West fahren. Anderseits ersetzt die neue Tramgarage das jetzige Tramdepot Burgernziel, wo die Stadt Bern Wohn- und Gewerberaum schaffen will.



 05/09/11


Der Flughafen Zürich ist zum führenden Flughafen Europas erkoren worden. Er erhielt den World Travel Award für seine Nutzerfreundlichkeit und generelle Qualitätsstandards bereits zum achten Mal in Folge.


Mit der Ernennung stach der Flughafen Zürich elf andere europäische Flughäfen aus. Vergeben wird die Auszeichnung jeweils aufgrund von Internet-Stimmabgaben von weltweit 185'000 Fachleuten der Tourismusbranche.


Nominiert waren neben Zürich die Flughäfen Amsterdam, Barcelona, Kopenhagen, Moskau/Domodedovo, Hamburg, London/Heathrow, Helsinki/Vantaa, Rom/Leonardo da Vinci, Lissabon, Madrid und München.



 07/09/11


Die SBB will trotz eines stabilen Halbjahresgewinnes ihre Kosten um über eine halbe Milliarde Franken senken. Das Sparpaket soll der SBB zusammen mit teureren Billetten helfen, neues Rollmaterial zu kaufen und die höheren Trassenpreise zu bewältigen.


Zur Effizienz- und Produktivitätssteigerung sollen bis 2017 die Struktur- und Verwaltungskosten um rund 220 Millionen Franken sinken, wie die SBB am Mittwoch mitteilte. Dies entspricht einer Kostenreduktion in diesem Geschäftsteil um 20 Prozent.


Bei der Infrastruktur will die SBB über Effizienzsteigerungen ihre eigene Leistung bis 2016 um 250 Millionen Franken erhöhen und damit die öffentliche Hand entlasten. Sanierungsmassnahmen sind auch im Güterverkehr geplant: Sie sollen auf 80 Millionen Franken zu stehen kommen.



 08/09/11


Der alpenquerende Güterverkehr nahm im ersten Halbjahr 2011 sowohl auf der Strasse wie auch auf der Schiene weiter zu. Die Schienentransporte wuchsen stärker und konnten ihren Marktanteil gegenüber den Strassentransporten (Modalsplit) von 62,6 Prozent im ersten Semester 2010 auf 64,1 Prozent steigern. Noch nie wurden in einem Halbjahr so viele Güter im unbegleiteten Kombi-Verkehr (UKV) durch die Schweizer Alpen transportiert.


Mit der konjunkturellen Erholung haben die alpenquerenden Gütertransporte seit Ende 2009 wieder deutlich zugenommen. Im Schienengüterverkehr liegt das Transportaufkommen inzwischen nahezu auf dem Niveau, das vor der Konjunkturkrise erreicht wurde. Der unbegleitete kombinierte Verkehr (UKV) ist am stärksten gewachsen. Im ersten Semester 2011 transportierte die Bahn so viele Güter im UKV durch die Schweiz wie noch nie zuvor in einem Halbjahr.


Die Zunahme im Wagenladungsverkehr (WLV) liegt ebenfalls im zweistelligen Bereich, während die Rollende Landstrasse (RoLa) lediglich ein leichtes Wachstum verzeichnete. Im zweiten Quartal 2011 verzeichnete die RoLa sogar einen Rückgang um 0,6 Prozent Hauptgrund dafür war die zeitweilige Sperrung der Lötschberg-Simplon-Strecke nach dem Tunnelbrand vom 9. Juni 2011. Dadurch fielen bei der RoLa von Freiburg im Breisgau nach Novara 60 Züge aus, was ca. 1’000 Lastwagen entspricht.


Auch der alpenquerende Strassengüterverkehr wuchs im ersten Halbjahr 2011 deutlich. Die Zahlen liegen über dem Vorjahresniveau und ungefähr wieder auf dem Niveau der Jahre 2007 und 2008. Die Entwicklung auf den verschiedenen Alpenübergängen ist sehr unterschiedlich. Der Gotthard bleibt der mit Abstand wichtigste Korridor für schwere Güterfahrzeuge.



08/09/11


Fliegen wird immer sicherer. In der kommerziellen Luftfahrt gab es in der Schweiz letztes Jahr keinen einzigen Unfall. Damit schneidet die Schweiz auf europäischem Niveau gut ab.


Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) registrierte letztes Jahr in der kommerziellen Luftfahrt 26 Unfälle mit 102 Todesopfern. Das entspricht einer Rate von 1,7 Unfällen auf eine Million Flüge. Die Aufsichtsbehörde zieht eine positive Bilanz über die Sicherheit der Schweizer Luftfahrt. Sie stellte generell ein verbessertes Sicherheitsbewusstsein fest, was sie auf international verbindliche Normen, besseres Risikomanagement und vermehrte Kontrollen durch das BAZL selbst zurückführt.



 08/09/11


Im neuen TGV-Bahnhof Belfort-Meroux in Frankreich ist am Donnerstag der Ost-Ast der Hochgeschwindigkeitsstrecke Rhein-Rhone von Zürich und Basel nach Paris eingeweiht worden. Dank der 140 Kilometer langen Neubaustrecke zwischen Mülhausen und Dijon verkürzt sich die Fahrzeit um eine halbe Stunde.


Die Neubaustrecke wurde vom französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy im Beisein von Bundesrätin Doris Leuthard für den Verkehr frei gegeben. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2011 wird die Strecke in Betrieb genommen. Ab dann dauert die Reise von Zürich nach Paris noch vier und von Basel in die französische Hauptstadt noch drei Stunden.


Die Baukosten der neuen TGV-Ost-Achse werden nach Angaben des Eidg. Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) auf 2,3 Millionen Euro geschätzt. Der Bund beteiligte sich mit 100 Millionen Franken an den Kosten.



12/09/11


Der schwache Euro drückt auf das Halbjahresergebnis der Güterbahn BLS Cargo. Das Unternehmen konnte zwar die Verkehrsleistung erfreulich steigern, unter dem Strich resultiert aber wegen grosser Währungsverluste letztlich ein Minus von 2,1 Millionen Franken.


Der Euro ist die Leitwährung im europäischen Transportmarkt. Das heisst, dass BLS Cargo ihren Erlös in Euro erzielt, während die direkten Kosten für Personal, Trassen und Lokomotiven in Schweizer Franken anfallen. Der rasante Kursverlust des Euros wirkte sich deshalb negativ auf die Erträge der Güterbahn aus.


Im ersten Semester realisierte die BLS Cargo eine Verkehrsleistung von 1984 Millionen Nettotonnenkilometern und lag damit in etwa wieder auf der Höhe des ersten Halbjahres 2008, dem bislang stärksten Halbjahr in der zehnjährigen Unternehmensgeschichte.



 12/09/11


Erstmals in der Schweiz haben am Sonntag Fussballfans selber für Sicherheit und Sauberkeit in einem Fan-Extrazug gesorgt. Die Bilanz fällt positiv aus.


Die rund 600 Fans des Berner Fussballclubs YB wurden von 16 eigenen Sicherheitsleuten und 4 Fanarbeitern ans Auswärtsspiel nach Lausanne begleitet.


Ende August hatten die SBB und YB ein Pilotprojekt angekündigt, bei dem erstmals Fussballfans selber für Sicherheit und Sauberkeit in den Fanzügen verantwortlich sind. Der Pilotversuch läuft bis Ende Jahr. Dann wollen YB und SBB die Resultate auswerten und über eine Weiterführung des Projekts entscheiden.



 12/09/11


Was im Regionalverkehr längst üblich ist, gilt ab Dezember im ganzen Bahnverkehr: Passagiere können auch in Fernverkehrszügen kein Billett mehr lösen. Wer ohne Ticket reist, gilt als Schwarzfahrer und bezahlt einen Zuschlag von mindestens 90 Franken.


Strecken- oder Klassenwechsel sind aber weiterhin auch nach Antritt der Reise möglich, für Klassenwechsel wird jedoch ein Zuschlag von 10 Franken fällig. Wer sein GA oder Halbtax vergisst, bezahlt 5 Franken und kann das Abo später am Schalter vorweisen. Nicht möglich ist dies bei übertragbaren Abonnementen, Junior- oder Enkel-Karten und dem "Gleis 7".



13/09/11


Der Schienenfahrzeug-Hersteller Stadler Rail liefert für 18,5 Millionen Euro sechs Trams nach London. Es ist der erste Auftrag aus Grossbritannien. Die Londoner Tramtrack Croydon Limited, eine Tochter der Transport for London, habe bei der Stadler Pankow GmbH die sechs Trams des Typs Variobahn bestellt.


Stadler Rail erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von gut einer Milliarde Franken. 2012 soll der Umsatz bereits gegen zwei Milliarden Franken betragen. Die Stadler Rail Group beschäftigt in der Schweiz, Deutschland, Italien, Ungarn, Polen, Tschechien und in Algerien rund 3’500 Mitarbeiter.



 14/09/11


Mobility-Kunden können künftig auch mit Elektroautos fahren. Neu stehen an acht grossen Bahnhöfen der Schweiz je zwei Elektroautos vom Typ "Think City" zur Verfügung.


Bei dem neuen Angebot arbeiten Mobility Carsharing und SBB mit m-way (dem E- Mobil-Center der Migros) sowie Siemens zusammen. Die Fahrzeuge kommen von m- way, während Siemens die Infrastruktur zur Aufladung der Autos stellt.


Beim "Think City" handelt es sich um einen Zweisitzer mit drei Türen. Er kann bis 110 Stundenkilometer beschleunigen und hat eine Reichweite von 160 Kilometern. Damit das neue Mobilitäts-Angebot auch nachhaltig ist, werden die Autos an den Bahnhöfen mit zertifiziertem Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen (Schweizer Wasserkraft) getankt. Die Kunden können die Fahrzeuge aber auch an über 200 "Park & Charge"-Tankstellen kostenlos aufladen oder zuhause selbst das Kabel in die Steckdose stecken.



19/09/11


Das Bahnunternehmen BLS hat im ersten Halbjahr 2011 ein stabiles Ergebnis vorgelegt. Die Verkehrsleistung stieg um 4,6 Prozent, dies vor allem dank einer Zunahme bei den S-Bahnen und Regionalzügen. Dabei schlägt unter anderem die Übernahme des S-Bahn-Verkehrs Luzern West beim letzten Fahrplanwechsel zu Buche.


Das Bahnunternehmen legte im ersten Halbjahr rund 425 Millionen Personenkilometer zurück (+4,6 Prozent). Mit 25,1 Millionen beförderte die BLS 2,9 Prozent mehr Fahrgäste als im Vorjahr. Die Trassenkilometer auf der BLS-Infrastruktur stiegen auf 6,880 Millionen (+0,9 Prozent).


Die BLS steigerte damit ihr Konzernergebnis per 30. Juni 2011 um 11,6 Prozent auf 4,8 Millionen Franken. Das operative Ergebnis (EBIT) beläuft sich auf 15,1 Millionnen Franken.


Kein besonders gutes Jahr erlebte die BLS-Schifffahrt auf dem Thuner- und Brienzersee. Wegen des späten Saisonbeginns und des zeitweise schlechten Wetters brachen die Frequenzen um über 10 Prozent auf 247'000 Passagiere ein. Gerade in der Sommerferienzeit war es meist kalt und regnerisch.



22/09/11


Der Schienenkorridor Basel-Chiasso soll im Hinblick auf die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels 2016/2017 durchgängig für den Transport von Lastwagen mit 4 Metern Eckhöhe ausgebaut werden. Das verlangt das Parlament mit einer Motion.


Der Ständerat überwies den Vorstoss aus dem Nationalrat am Donnerstag stillschweigend. Eine Motion mit demselben Anliegen hatte der Nationalrat bereits in der Sommersession überwiesen.


Weiter verlangt der Ständerat vom Bundesrat einen Bericht zu Verbesserungsmöglichkeiten bei der "Rollenden Landstrasse", ebenfalls mit Blick auf den fehlenden 4-Meter-Korridor.


Der Bundesrat ist auch bereit, das von den Räten per Motion bestellte Konzept zur Sicherstellung des Aufbaus der nötigen Kapazitäten in den Güterverkehr- Terminals zu liefern. Die Terminals müssen an die Schienen- Güterverkehrskorridore und die Binnenschifffahrt angebunden sein.



22/09/11


SBB Cargo International, eine Güterverkehrsgesellschaft für den alpenquerenden Nord-Süd-Transitverkehr, hat in Olten SO den neuen Hauptsitz eingeweiht. Das seit Anfang Jahr bestehende Unternehmen sieht sich auf Kurs, kämpft jedoch mit dem harten Franken.


Das Unternehmen, das die Nordseehäfen mit Italien verbindet, fuhr im ersten Halbjahr 2011 über 15'000 Güterzüge. Im Einsatz stehe eine Lokflotte von rund 100 Maschinen.


Die Transportleistung entwickle sich gut. Zu schaffen mache jedoch der starke Franken. Die Einnahmen bei den internationalen Gütertransporten fielen hauptsächlich in Euro an, die Kosten für die Transporte durch die Schweiz jedoch massgeblich in Franken.


Am neuen Hauptsitz mit Leitstelle in Olten arbeiten rund 100 Mitarbeitende. In der Leitstelle werden pro Woche mehr als 550 internationale Züge zentral gesteuert und die dafür notwendigen Ressourcen disponiert.


Zusammen mit den Standorten in Deutschland und Italien zählt SBB Cargo International rund 600 Mitarbeitende. Die Lokführer in der Schweiz sind vorerst weiterhin bei SBB Cargo angestellt.


SBB Cargo International ist ein Tochterunternehmen von SBB Cargo (75 Prozent) und Hupac (25 Prozent). Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben beim kombinierten Verkehr in der Schweiz Marktführer. In Deutschland liegt man auf dem dritten Platz, in Italien auf dem zweiten Platz.



26/09/11


Die "Durchmesserlinie" Appenzell-St. Gallen-Trogen auf dem Netz der Appenzeller Bahnen (AB) hat eine wichtige Hürde genommen: Die Regierungen des Kantons St. Gallen und beider Appenzell einigten sich auf einen Kostenschlüssel für das 90-Millionen-Projekt.


Appenzell Ausserrhoden zahlt 26,3 Millionen, Innerrhoden 6,7 Millionen und St. Gallen 16,3 Millionen Franken. 40,7 Millionen übernimmt der Bund im Rahmen des Eisenbahngesetzes und des Infrastruktur-Fonds.


Damit die Züge der Appenzeller Bahnen auf der durchgehenden Linie Appenzell-St.Gallen-Trogen fahren können, braucht es neues Rollmaterial für 64 Millionen Franken. Diese zusätzlichen Kosten trägt das Bahnunternehmen. Künftig sollen auf der ganzen Strecke Niederflurzüge fahren.


Zur Durchmesserlinie gehört der Bau eines 700 Meter langen Ruckhalde-Tunnels vom St. Galler Güterbahnhof ins höher gelegene Quartier Riethüsli. Die bisherige Zahnradstrecke mit einer Steigung von 10 Prozent verschwindet, so dass keine teuren Zahnradzüge mehr eingesetzt werden müssen.



27/09/11


Das Bundesgericht hat den Weg zum Baubeginn für das grenzüberschreitende Bahnprojekt CEVA in Genf freigemacht. Es liess den Bau zu. Ausgenommen ist ein Tunnel. In diesem Punkt akzeptierte das Gericht die aufschiebende Wirkung.


Das höchste Gericht hielt fest, SBB und Kanton Genf könnten mit dem Bau der neuen 13,7 Kilometer langen Bahnverbindung zwischen dem Genfer Bahnhof Cornavin und der französischen Stadt Annemasse beginnen - auf eigene Verantwortung.



28/09/11


Der japanische Autohersteller Nissan und die ETH Lausanne wollen gemeinsam ein Auto entwickeln, das durch die Gedanken des Fahrers gesteuert wird. Das soll das Fahrgefühl verbessern und die Sicherheit auf der Strasse erhöhen.


Die ETH-Forscher und Nissan stellen sich das Auto von morgen folgendermassen vor: Eine Art Mütze misst die Hirnaktivität und die Augenbewegungen des Fahrers. Gleichzeitig rastern Sensoren am Auto ständig die Fahrumgebung ab. So soll es möglich werden vorauszusagen, was der Fahrer als Nächstes vorhat.


Die Partnerschaft zwischen der Hochschule und dem Automobilkonzern begann diesen Sommer mit der Ankunft eines Nissan-Forschers auf dem Lausanner Campus. Die Zusammenarbeit ist auf vier Jahre angelegt. Über die von Nissan übernommenen Kosten sei Stillschweigen vereinbart worden.



29/09/11


Ab Sommer 2012 werden die Polizisten der SBB-Transportpolizei Waffen tragen. Die SBB entschied sich zu diesem Schritt, um die Sicherheit für Reisende, SBB-Angestellte und der Polizisten selbst zu erhöhen.


Der Bundesrat hatte im vergangenen August per Verordnung beschlossen, dass die Transportpolizisten eine Waffe tragen dürfen. Zuvor hatte sich das Parlament in dieser Frage nicht einigen können und delegierte den Entscheid an den Bundesrat.


Durch die Bewaffnung werde die Zusammenarbeit mit anderen Polizeikorps erleichtert. Der ehemalige Sicherheitsdienst der SBB sei in den vergangenen Jahren schrittweise zu einer vollwertigen, auf den öffentlichen Verkehr spezialisierten Polizei entwickelt worden. Die Transportpolizisten verfügten über einen eidgenössischen Fachausweis. Die Transportpolizei ist jedoch dem öffentlichen Recht unterstellt. Damit bleibt die kantonale Polizeihoheit.



30/09/11


Der Hauptbahnhof in St. Gallen soll für 120 Millionen Franken umgebaut werden. SBB und Stadt wollen die grösste öV-Drehscheibe der Ostschweiz für die steigenden Benutzerzahlen fit machen. Die Eröffnung ist auf 2018 geplant.


Eckpunkte des gemeinsamen Projekts von SBB und Stadt St. Gallen sind neue, breitere Personenunterführungen, eine neue Ankunftshalle und ein neu gestalteter Platz für Busse und Postautos. Die Gesamtkosten schätzen die Planer auf rund 120 Millionen Franken. An der Finanzierung beteiligen sich auch der Bund und Private.

 

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