|
03/08/11 Die Sicherheits-Prozesse des Flughafens Lugano-Agno erfüllen die Anforderungen der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO). Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat der Betreibergesellschaft Lugano Airport AG das entsprechende Zertifikat erteilt. Damit verfügen alle Schweizer Flugplätze mit Linien- und Charterverkehr über die entsprechende Anerkennung. Die Gesellschaften sichern damit zu, dass die Abwicklung des Flugverkehrs, die Dienstleistungen und die Notfallpläne den Sicherheitsvorgaben entsprechen. Die notwendigen Überprüfungen dazu wiederholt das BAZL alle drei Jahre.
04/08/11 Der Regierungsstatthalter hat grünes Licht gegeben für das neue SBB- Hauptgebäude im Norden der Stadt Bern. Bewilligt wurde auch die Erschliessung des neuen Wirtschaftsviertels Wankdorf City sowie die Aussengestaltung. Das Projekt der SBB sieht zwei Bürogebäude vor. Darin sollen dereinst rund 1’900 Arbeitsplätze untergebracht werden. Geplant ist auch ein öffentliches Selbstbedienungsrestaurant. Sowohl gegen den Neubau der Bürogebäude wie auch gegen die Aussenraumgestaltung gingen Einsprachen ein. Diese hat der Regierungsstatthalter als unbegründet abgewiesen.
05/08/11 Der nasse und kalte Juli war definitiv kein Monat für einen Schiffsausflug: Die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) sowie die Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) melden einen Einbruch der Passagierzahlen. Auf dem Zürichsee waren im Juli 272'500 Passagiere unterwegs, das sind 15,3 Prozent weniger als im Juli 2010. Insgesamt ist man mit der diesjährigen Saison aber nicht unzufrieden.
Definitiv nicht zufrieden ist man hingegen bei der URh in Schaffhausen. In der laufenden Saison zählt man auf den Schiffen auf Rhein und Untersee bis jetzt nur 178'221 Passagiere, das sind 27'800 Passagiere oder 13,5 Prozent weniger als im letzten Jahr. Im Gegensatz zur ZSG kann die URh nicht einmal einen guten Frühling vermelden. Dieser war nämlich von Wassermangel geprägt, so dass der Normalbetrieb erst Anfang Juni aufgenommen werden konnte.
05/08/11 In der Stadt Winterthur wird der öffentliche, der Velo- und der Fussverkehr gefördert: Deren Anteil muss bis 2025 um 8 Prozentpunkte erhöht werden. Das legt ein Gegenvorschlag des Winterthurer Gemeinderates zur Städteinitiative fest. Er tritt per sofort in Kraft, sofern nicht noch per Post ein Referendum eingeht. Ursprünglich basiert der Vorstoss auf der Städteinitiative. Diese hatte eine Erhöhung um 10 Prozentpunkte verlangt. Das Komitee zog die Vorlage aber zugunsten des Gegenvorschlages zurück. Über diesen muss deshalb - vorbehältlich eines Referendums - nicht mehr abgestimmt werden. Bevor dieser definitiv umgesetzt wird, muss der Richtplan noch entsprechend ergänzt und genehmigt werden.
05/08/11 Im BLS-Bahnhof Grenchen Nord beginnen am Montag umfangreiche Bauarbeiten. Bis Mitte Dezember werden Gleis- und Signalanlagen sowie Fahrleitungen erneuert. Die BLS investiert rund vier Millionen Franken in den Bahnhof Grenchen Nord. Unter anderem werden Weichen, Schienen und Signale ersetzt oder das für den Bahnbetrieb nicht mehr notwendige Gleis 4 entfernt. Zudem werden das Perron 1, Seite Lengnau BE, um 10 Meter und das Perron 2, Seite Moutier BE, um 50 Meter verlängert.
06/08/11 Zwischen Mailand und dem Tessin sollen die Züge künftig häufiger und pünktlicher verkehren. Die SBB, die italienischen Staatsbahnen (FS), der Kanton Tessin, die Region Lombardei und zwei regionale Bahnunternehmen haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Das Abkommen "Accordo dei Castelli" soll den öffentlichen Verkehr zwischen dem Tessin und Mailand pünktlich zur Weltausstellung, die 2015 in der italienischen Wirtschaftsmetropole stattfindet, verbessern und ausbauen. Auf der Simplon- und der Gotthardachse sollen häufiger internationale Züge verkehren. Ein weiteres Ziel ist es, die Bahnlinie zwischen Lugano, Mendrisio, Varese und Malpensa rechtzeitig in Betrieb zu nehmen. Zudem wollen die Bahnunternehmen den Fahrplan auf der Strecke Mailand - Zürich "zuverlässiger" einhalten. Ziel ist es, bis 2013 "die Fahrzeiten auf ein hohes Pünktlichkeitsniveau" zu bringen.
08/08/11 Angehende SBB-Lokführerinnen und -Lokführer können ab Oktober erstmals ihre Ausbildung in Teilzeit absolvieren. Die SBB bekämpft mit dem neuen Angebot einen drohenden Personalmangel in den Führerständen. Die Ausbildung dauert 18 Monate. Nach der Ausbildung arbeiten sie mit einem Pensum von 60 bis 80 Prozent. Die Ausbildung startet im Oktober in Zürich-Altstetten. Die künftigen Lokführer müssen an drei Tagen pro Woche anwesend sein. Sie sind im Grossraum Zürich auf dem S-Bahn-Netz und im Regionalverkehr im Einsatz. Mit dem Angebot will die SBB unter anderem auch ihre Frauenquote erhöhen: Gegenwärtig arbeiten 76 Frauen als Lokführerinnen, was 2,5 Prozent des SBB- Personenverkehr-Lokpersonals entspricht.
10/08/11 Der Chef der elvetino AG, Yvo Locher, verlässt das Tochterunternehmen der SBB. Nach acht Jahren wechselt er in die Privatwirtschaft. Unter anderem zeichne Locher dafür verantwortlich, dass Lavazza-Kaffee eingeführt wurde und in den Speisewagen Tellergerichte nach Rezepten national bekannter Köche zubereitet werden. So sei es ihm und seinem Team gelungen, in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld laufend neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen.
12/08/11 Die flächendeckende Umrüstung der Eisenbahnstrecken auf das Zugsteuerungssystem ETCS (European Train Control System) verläuft nach Plan. Ab 2018 wird ETCS Level 1 auf allen normalspurigen Strecken betrieben, auf der Nord-Süd-Achse bereits ab Ende 2015. Nun startet das BAV die nächste Etappe: den flächendeckenden schrittweisen Ausbau von ETCS Level 2 ab dem Jahr 2025. Mit der Neubaustrecke Mattstetten - Rothrist, der Ausbaustrecke Solothurn - Wanzwil und dem Lötschberg-Basistunnel sind laut BAV bereits heute drei Abschnitte mit ETCS Level 2 in Betrieb. Auf der Rhonetalstrecke (erster Abschnitt Pully - Montreux) wird im Rahmen der bevorstehenden Stellwerksablösungen ETCS Level 2 bereits ab 2015 etappiert eingeführt. Dort sollen weitere Erfahrungen mit dem System gesammelt werden. Im Unterschied zu Level 1 kann mit Level 2 auf die klassische Signalisierung (Vor- und Hauptsignale) an der Strecke verzichtet werden. Die nötigen Informationen - zum Beispiel über die zulässige Geschwindigkeit auf dem betreffenden Streckenabschnitt - erhalten die Lokführer direkt auf einen Bildschirm im Führerstand übermittelt.
15/08/11 Die Lenker von schnellen Elektrovelos sollen künftig einen Helm tragen. Die vom Bundesamt für Strassen (ASTRA) vorgeschlagenen Änderungen des Strassenverkehrsrechts stossen auf breite Zustimmung. Die Vernehmlassung zur Vorlage ist am Montag zu Ende gegangen. Die E-Bikes sollen künftig bis maximal 45 km/h über eine Tretunterstützung verfügen dürfen. Mit reiner Motorkraft - ohne Pedalbetätigung - dürfen sie maximal 20 km/h erreichen. Für langsamere E-Bikes mit einer Tretunterstützung bis 25 km/h wird das Tragen eines Velohelms empfohlen, doch soll der Helm nicht obligatorisch sein.
17/08/11 Der Bundesrat hat den NEAT-Verpflichtungskredit um rund 1,5 Milliarden Franken erhöht. An den zuletzt kommunizierten Gesamtkosten ändert sich aber nichts. Mit den 1,5 Milliarden Franken wird ein Teil der aufgelaufenen Teuerung und der Mehrwertsteuer für die Achsen Gotthard und Lötschberg sowie für Ausbauten auf der Lötschberg-Achse bezahlt. 1,37 Milliarden fliessen in den Bau der Gotthard- Basislinie und 84 Millionen in die Lötschberg-Achse. Insgesamt wird die NEAT nach heutiger Prognose ohne Teuerung, Bauzinsen und Mehrwertsteuer 18,7 Milliarden Franken (Preisstand 1998) kosten. Damit bleiben die Kosten unter dem vom Parlament bewilligten Gesamtkredit von 19,1 Milliarden Franken.
17/08/11 Die Bahnpolizei darf künftig Schusswaffen tragen. Dies hat der Bundesrat mit der Verordnung über die Sicherheitsorgane der Transportunternehmen im öffentlichen Verkehr (VST) beschlossen. Die Verordnung setzte der Bundesrat auf Anfang Oktober dieses Jahres in Kraft. Der Bundesrat trägt mit seinem Entscheid der Meinung der Polizei- und Bahngewerkschaften sowie der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren Rechnung, die in der Anhörung vom Herbst 2010 vehement eine Bewaffnung gefordert hatten.
Das Gesetz sieht vor, dass alle öV-Unternehmen zum Schutz der Reisenden und der Angestellten über Sicherheitsorgane verfügen. Vorgesehen ist entweder ein Sicherheitsdienst oder eine Transportpolizei. Dabei sollen die Angehörigen des Sicherheitsdienstes weniger Befugnisse als jene einer Transportpolizei haben. Sie sollen keine Schusswaffen tragen dürfen. Ihre Ausbildung entspricht etwa der einer privaten Sicherheitsfirma. Angehörige einer Transportpolizei sollen dagegen nun nach dem Entscheid des Bundesrats Schusswaffen tragen dürfen. Dazu haben sie aber die gleiche Ausbildung wie Polizisten.
18/08/11 Die SBB modernisiert für 6,5 Millionen Franken ihre Speisewagen. Den ersten stellte sie am Donnerstag den Medien vor. Bis 2013 sollen alle 18 Wagen übers Schienennetz rollen. Zudem erhalten die Speisekarten ein Lifting. Den Fahrgästen werden künftig im schicken Interieur auf die Saison abgestimmte regionale Leckereien serviert. Die Rezepte stammen von Fernsehkoch Andreas C. "Studi" Studer.
19/08/11 Der Direktor der Appenzeller Bahnen (AB), Hansjürg Düsel, verlässt das Unternehmen Ende Oktober. Der 49-Jährige will sich nach siebeneinhalb Jahren an der Spitze des Bahnunternehmens beruflich neu orientieren. In Düsels Amtszeit fiel der Zusammenschluss der vier Privatbahnen Appenzeller Bahnen, Trogener Bahn, Rorschach-Heiden-Bahn und der Bergbahn Rheineck- Walzenhausen.
22/08/11 Die ersten Züge sollen im Dezember 2016 durch den Gotthard-Basistunnel rollen. Dieser Zeitplan steht nun fest. Alle Akteure haben ihre Terminpläne darauf ausgerichtet. Noch nicht klar ist, wie viele Züge zu welchen Zeiten durch den Tunnel fahren werden. Der Fahrplan wird 2014 - zwei Jahre vor der Inbetriebnahme - festgelegt. Maximal dürften pro Stunde und Richtung sieben Züge durch den Tunnel fahren.
24/08/11 Damit sich auf der Suche nach dem richtigen Billett oder einem Blumenstrauss niemand mehr in Bahnhöfen verirrt, testet die SBB digitale Infosäulen. Fünf dieser über zwei Meter hohen Terminals stehen neu im Bahnhof von Zug. Die Infosäulen sind mit einem Berührungsbildschirm ausgestattet, wie die SBB am Mittwoch mitteilte. Über Suchbegriffe und zoombare Bahnhofkarten geben sie Reisenden und railcity-Kunden Auskunft über das Shopping- und SBB-Angebot.
Der Pilotbetrieb in Zug dauert ein Jahr. Sind die Kundinnen und Kunden zufrieden, sollen die Terminals in weiteren Grossbahnhöfen zum Einsatz kommen.
26/08/11 Der Berner Fussballclub Young Boys will ab sofort für die Sicherheit und Sauberkeit in den Fanzügen garantieren. Dies haben die Verantwortlichen mit der SBB ausgehandelt. Das neue Modell soll zunächst bei den nächsten fünf Auswärtsspielen getestet werden. Der erste Pilot-Fanzug rollt am 11. September ans Auswärtsspiel der Berner nach Lausanne. Bis dahin baut der Fussballclub einen eigenen Begleitdienst auf. Dieser gewährleistet zusammen mit der Fanarbeit und den Fandachverbänden die Ordnung in den Zügen, wie die SBB und der Fussballverein am Freitag mitteilten. Nach jedem Spiel wird ein SBB-Mitarbeitender eine Endkontrolle des Rollmaterials durchführen.
29/08/11 Am Ost-Ufer des Zugersees baut die SBB ein zweites Gleis. Ab 2016 wird für den Doppelspurausbau die Strecke Zug - Oberwil - Arth-Goldau für zwei Jahre gesperrt. Der Fernverkehr wird umgeleitet, für Reisende zwischen Schwyz/ Uri und Zürich gibt es einen Ersatzbetrieb. Mit der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels Ende 2016 und des Ceneri- Basistunnels 2019 verkürzen sich die Fahrzeiten im Nord-Süd-Bahnverkehr deutlich. In diesem Zusammenhang müssen auch die Zufahrten nördlich des Gotthards ausgebaut werden. Am Ost-Ufer des Zugersees wird daher auf einer Strecke von 1,7 Kilometer ein zweites Gleis gebaut. Dies ermöglicht den Halbstundentakt für den Fernverkehr, ohne dass der Regionalverkehr eingeschränkt wird. Ein Bau unter Betrieb würde mindestens sechs Jahre länger dauern und rund 40 Millionen Franken mehr kosten.
30/08/11 Für die Post-Tochter PostAuto wird Frankreich immer mehr zu einem lohnenden Pflaster. Bei einem Agglomerationsnetz in Villefranche-sur-Saône nördlich von Lyon konnte die Frequenz innerhalb eines Jahres um 30 und der Umsatz um 15 Prozent gesteigert werden. Zudem konnte PostAuto im Juni eine Ausschreibung für eine Schnellbuslinie im Departement Isère für sich entscheiden. Dort werden ab September 21 Fahrzeuge zum Einsatz kommen und 28 Mitarbeitende beschäftigt. PostAuto ist seit 2004 auf dem französischen Markt tätig und betreibt sechs Stadtnetze sowie fünf Niederlassungen für Überlandlinien. Mit 270 Fahrzeugen generieren rund 475 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Jahresumsatz von nahezu 40 Millionen Euro.
31/08/11 Der Bundesrat erhöht auf Anfang 2013 die Preise, die Bahngesellschaften für das Befahren des Schweizer Schienennetzes bezahlen müssen. Mit der Erhöhung dieser sogenannten Trassenpreise sollen dem Bund jährlich 200 Millionen Franken mehr zufliessen. Der Bundesrat will das Geld in die Bahninfrastruktur stecken. Verschiedene Entwicklungen in den letzten Jahren haben dazu geführt, dass der Preis, den die Bahngesellschaften für die Benützung einer Strecke zu einer bestimmten Zeit bezahlen müssen, die damit verbundenen Kosten nicht mehr deckt. Das Geld aus dieser Trassenpreiserhöhung will der Bundesrat in die Finanzierung und den Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI) stecken. Dies hatte er bereits erklärt, als er die Infrastruktur-Vorlage präsentierte. Diese sieht vor, dass über höhere Trassenpreise mittelfristig 300 Millionen Franken zusätzlich für die Bahninfrastruktur bereitgestellt werden. Die Erhöhung der Trassenpreise soll dabei in zwei Schritten erfolgen: Mit dem am Mittwoch angekündigten Schritt sollen Zusatzeinnahmen von 200 Millionen Franken ermöglicht werden. Und 2017 sollen dank einer weiteren Trassenpreiserhöhung zusätzlich 100 Millionen Franken dazukommen.
|